Prozess-Sicherheit bei Abformung von Implantaten spart Ärger, Zeit und Geld


Implantatmodell, © Shutterstock
Implantatmodell, © Shutterstock

 

Auf dem Markt befinden sich derzeit weltweit über 150 Implantatsysteme. Jede Implantatgeometrie ist anders, d.h. jeder Implantathersteller bietet für sein System eigene chirurgische als auch prothetische Werkzeuge an.


Jede neue prothetische Implantatarbeit stellt eine Herausforderung im Handling dar. Wir arbeiten in der Mundhöhle unter bestimmten Platzverhältnissen auf engstem Raum und es ist oftmals nicht einfach, Schraubendreher, Abutments sowie Abformhilfsteile zu handhaben. Vor allem nicht, wenn wir das erste Mal mit einem anderen Implantatsystem arbeiten und sich etwas innere Unruhe ausbreitet. Bei den Implantaten gibt es Systeme, die auf Knochen- bzw. Gingivaniveau basieren.


Eine gute Sicherheit bietet das Röntgen nach dem Aufschrauben eines Abformhilfsteils. Wir arbeiten beim Aufschrauben nach Gespür in den Fingern und denken, dass alles richtig fixiert ist. Sichtbar ist es jedoch nicht für das bloße Auge, da die Gingiva unterschiedliche Höhen hat und das Implantat subgingival liegt. Ein Röntgenbild verschafft uns die Klarheit und die Sicherheit, ob das Abformhilfsteil spaltfrei auf dem Implantat sitzt.


Ebenso verhält es sich auch bei der fertigen Arbeit, wenn das individuelle Abutment mit Hilfe des Registrierschlüssels eingebracht wird. Auch hier verhilft ein Röntgenbild zur Überprüfung des exakten Sitzes des Abutments.


Als Zahntechniker ist Vorsicht beim Aufschrauben des Laboranaloges in der Abformung geboten. Ein spaltfreier Sitz des Abutments ist sehr wichtig. Wir als Zahntechniker haben es etwas einfacher, da unsere Sichtweise von unten in die Abformung möglich ist, ohne dass die Gingiva zur Sichtbeeinträchtigung führt. Eine Lupenbrille erleichtert unser Arbeiten.